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von den ostpreußischen Brüdern
Mehr Lebensraum, ein Lebenstraum
von Hermann Haller
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Gesichter des Todes
Der Deutschländer
 
  04.08.2003
 
  H I E R   M A L   K E I N E   A N S P I E L U N G   A U F   D E N   F Ü H R E R 
Mehr Lebensraum, ein Lebenstraum
von Hermann Haller
 
     

Haben Sie es jemals erlebt, dass ein Stalingrad-Veteran sich über die Krankenkassenbeiträge von 1943 beschwert hat? Kennen Sie einen Österreicher, der sich über die Wiedervereinigung von 1938 beklagt? Nein? Das hat einen einfachen Grund: Früher war alles besser! Männer waren noch Männer; Frauen waren noch Frauen, Rentner lagen schon im Sterben und Kinder waren billige Arbeitskräfte.

Wenn man sich alleine vorstellt, wie viel Technik von Nöten ist, um Bergbaustollen auf die Größe eines erwachsenen Mannes zu bekommen, wird einem schon schwindelig. Darüber hinaus darf man ja nicht vergessen, dass die Bälger nicht nur als Brötchenverdiener ausfallen, sondern auch noch Geld kosten. Kindergarten - Schule - Play Station - Sozialhilfe. All das muss ja irgendwie bezahlt werden. Aber nicht nur dass - Die Anzahl der Jugendlichen, die die Pubertät überleben, steigt jährlich drastisch an.

 
Das Rentensystem gesichert und die Baubranche gerettet - Da verneigen sich selbst die Engel!

Lohnt sich dieser Aufwand wirklich? Die Teens können unsere Renten später von ihrem Arbeitslosengeld XXIV sowieso nicht bezahlen. Da wäre eine Zwangseuthanasie ab dem 66. Lebensjahr doch um einiges effektiver. Die zwei Jahre nach der Rente lassen sich prima nutzen, um Medikamente zu testen oder um sich als Übungsislamist für NATO-Manöver zur Verfügung zu stellen. Mit unserem Potenzial an türkischen Deutschen lässt sich da sogar ein sehr realistisches Szenario erstellen. Nebenbei könnten wir die interkontinentalen Spannungen dadurch weiter reduzieren. Und im Gegensatz zu früher, indem wir Geld sparen, statt es auszugeben.

Für wirkliche Romantiker ist das Ganze natürlich auch nicht wirklich eine Verbesserung zu früher. Wofür komplexe Programme ausarbeiten und umsetzen, wenn man einfach nur irgendwo einmarschieren muss? Natürlich sollten wir uns ein Land aussuchen, das uns zumindest auch etwas bombardieren kann. Sonst sind wir zwar die lästigen Bälger los, haben aber immer noch die alten Säcke am Arsch.

Ich mache mir zwar nicht wirklich Sorgen, dass wir mit der Bundeswehr auch nur eine Schlacht gewinnen könnten, jedoch ist dies nicht das einzige Kriterium. Die zukünftige Besatzungsmacht muss uns ja auch irgendwie gefallen. Wer möchte nach einem Polen-Feldzug schon erleben, dass der Spargelstecher von nebenan plötzlich auf dem Kaiserstuhl hockt?

 
Ab heute wird zurück gerollt - ab ins Sudetenland!

Wenn wir ein aktives UNO-Mitglied angreifen, haben wir schon wieder andere Probleme; wir dürfen, selbst dann, wenn wir alle KZs wieder aufmachen, nicht mehr ordentlich ausgebombt werden. Bestenfalls ein paar semimilitärische Ziele sind da noch drin.
Und dann diese rührigen Photos und endlosen Kommentare, nur weil eine tote Oma, die bestimmt sowieso schon drei Monate tot im Graben liegt, posthuman von einer Bombe getroffen wird. Nee, so macht Krieg einfach keinen Spaß mehr. Da fehlt das Blut da fehlt der Pep. Oder glauben Sie etwa, es würde heute noch Berichte über tote US-Soldaten im Irak geben, wenn ein Krieg wie früher noch machbar wäre?

Das einzige Mittel ist der vielbesagte Ruck, der durch unser Land gehen sollte.
Liebe Jugendliche: Raus aus dem Internet - Rein in die harte Drogenszene oder besser noch in Erfurter Schulen. Nicht umsonst heißt es, Gutenberg hat unsere Kultur mit nach vorne geführt.
Und Ihr alten, macht es eurem alten Führer nach und sterbt durch die eigene Hand den Heldentod. Hier erwarte ich auch, dass Herzog und Kaiser mit gutem Beispiel vorangehen. Denn nur dann, wenn man vom toten Kaiser hört, kann man sich so fühlen, wie in der guten alten Zeit.

Hermann Haller Die Druckversion dieses Artikels
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